Politische Parteien beteiligen sich bei den Kosten für eine Klassenfahrt nach Berlin

Den „Erfahrungsbericht“ über eine „preiswerte“ Berlin- Fahrt gebe ich allen Interessierten
zur Kenntnis. Zur Nachahmung empfohlen…
Die Abstimmung pro oder contra Klassenfahrt war diesmal äußerst knapp ausgefallen. Nicht in der Klasse. Die war eindeutig. Knapp war es beim Elternabend.
Mein Vater gehörte zu denen, die mit „Nein“ gestimmt haben, Nicht wie er mir (uns) die Klassenfahrt nach Berlin nicht gegönnt hätte. Nein, aber er gehörte zu denen -bedingt durch die Wirtschaftskrise- seit Wochen Kurzarbeit hatte und somit erheblich weniger Einkommen. Mein Vater teilt dieses Schicksal mit weiteren Vätern und so war das Abstimmungsergebnis das Zeichen der Sorge, die Fahrt nicht finanzieren zu können.
Das es doch noch zu der geplanten Klassenfahrt kam und dazu noch eine tolle Tour wurde, lag an dem Bundestagsabgeordneten unseres Kreises.
Er hatte über eine Mutter von unserem Problem gehört und half.
Was uns bisher nicht bekannt war: Abgeordnete haben die Möglichkeit, Besuchergruppen einzuladen und finanziell zu unterstützen.
Das half uns sehr und was weiter toll war: er empfing uns in Berlin, öffnete uns die Türen zu einem Besuch des Bundestages. Wir fühlten uns wie VIPs.
Unsere Lokalzeitung berichtete ausführlich über unsere Klassenfahrt mit besonderer Unterstützung. Nun kann ich auch aus der Praxis berichten. Schnell war klar. Das wir eine Klassenfahrt unternehmen wollten, auch waren uns auch schnell über das Ziel einig.
Es sollte eine Fahrt nach Italien werden. Natürlich sollte die Fahrt mehr kosten als geplant. Wir lösten das Problem, indem wir die Klassenfahrt vom Herbst, dem ursprünglichen Termin, auf Frühjahr des nächsten Jahres verschoben. Es bleiben also noch mehrere Monate, um das nötige Geld zu sparen. So schafften es schließlich alle 28 unserer Klasse. Ein zusätzlicher Vorteil war, dass wir uns sehr gründlich auf die Fahrt vorbereiten konnten. So wurden zunächst alle Freizeit- und Sportmöglichkeiten zusammen getragen. Eine Arbeitsgruppe bearbeitete dann die Möglichkeiten zusammen und traf eine Vorauslese. Es zeigt sich, dass das eine richtige Vorgehensweise war, denn die Gruppe leistete eine gute Arbeit. Fazit: Es wurde eine tolle Klassenfahrt.
Hierzu noch ein Bericht über die praktische Handhabung an unserer Schule.
Ich bin Vorsitzende der Klassenpflegschaft und als solche auch mit dem Thema
Klassenfahrten befasst.
Das wird vom Klassenlehrer und von der Elternschaft so gewünscht.
Die Gründe für den Lehrer: er muss die organisatorische Arbeit nicht allein übernehmen
und kann – weil die Eltern eingebunden sind – auch mit der Zustimmung rechnen.
Beides Punkte, die erheblich Zeit sparen und den Ablauf bis hin zur Buchung der Fahrt
erheblich vereinfachen.
Die Gründe für die Eltern: sie sind von Anfang an einbezogen und können Einfluss nehmen –
vor allem auf die Kosten.
Für beide Parteien besteht Einvernehmen über die Notwendigkeit einer Klassenfahrt.
Es ist sogar so, dass nur durch das Mittun der Elternschaft eine solche Fahrt zustande kommt.
Das ist gleichzeitig der einzige Punkt, der aus Sicht der SchülerInnen für die Beteiligung
der Eltern spricht. Ansonsten wünschen sie sich natürlich möglichst allein über Ziel und
Programm der Klassenfahrt befinden zu können.
Ich kann Lehrer und auch Schüler verstehen. Die Lehrer sind mit Ihren Aufgaben mehr als
ausgelastet und haben es natürlich nicht einfach bei zusätzlichen Aufgaben.
Da sind die Zielfindung, eine sinnvolle Programmgestaltung und natürlich die Kostensicht.
Sie müssen auf Freizeit und Familie verzichten, die Fahrt in der Regel ganz oder teilweise
selbst finanzieren, die dann besonders ausgelassenen SchülerInnen im Zaum halten und
tragen dann noch die Gesamtverantwortung unterwegs.
Die SchülerInnen möchten natürlich ein Programm, das mit Schule wenig zu tun hat:
nämlich viel Freizeit und immer wieder Fun.
So ist und bleibt es aus Sicht der Elternschaft sinnvoll, die Klassenpflegschaft bei
Klassenfahrten einzubeziehen.
Was die umfangreichen Vorarbeiten angeht, so haben wir uns darauf geeinigt, die Arbeit
von anderen machen zu lassen, nämlich von einem Anbieter für Klassenfahrten.
Das hat bisher stets gut geklappt.
Im Fahrtenkatalog, der uns als gute Kunden jährlich zum Schulbeginn nach den Sommer-
ferien zugesandt wird, sind eine Reihe interessanter Ziele – jedes Jahr sind einige neue
Angebote dabei – mit Programmvorschlägen dargestellt..
Änderungen/ Ergänzungen sind leicht möglich und werden vom Veranstalter berücksichtigt.
Ein weiterer großer Vorteil ist es, dass die Anmeldung bzw. Buchung der einzelnen
Programmpunkte mit erledigt wird.
Uns alles zu einem Festpreis. Natürlich gibt es auch andere Handhabungen an unserer
Schule, aber die werden weniger.

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